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Wissenswertes über Druckbegriffe

Adobe

Adobe Systems Incorporated mit Sitz in San José/Kalifornien ist ein führender Software-Hersteller im Bereich Grafik und Bildbearbeitung. Zu den Produkten des 1982 gegründeten Unternehmens zählen das Bildbearbeitungsprogramm ‚Photoshop‘, das Zeichenprogramm ‚Illustrator‘ sowie die Desktop-Publishing-Programme ‚Indesign‘ und ‚Pagemaker‘. Von Adobe stammen auch die Seitenbeschreibungssprache ‚Postscript‘ sowie das geräteunabhängige Datenformat ‚PDF‘ (Portable Document Format).

Andruck

Ein Probedruck im Offset-Verfahren unter Verwendung der tatsächlichen Druckfarben und des gewünschten Auflagenpapiers.

Auflösung

Dieser Wert wird in dpi (Punkte je Zoll) angegeben. Je höher die Zahl, desto feiner die Auflösung und desto höher die Bildschärfe.

Beschnitt

Beschnitt heißt der Papierrand eines Druckerzeugnisses, der über die für das Endprodukt vorgesehenen Maße hinausgeht. Dieser Rand ermöglicht es, im letzten Arbeitsgang durch Beschneiden alle Seiten auf gleiche Größe zu bringen.

Büttenpapier

Büttenpapier wurde ursprünglich von Hand mit einem Sieb aus der „Bütte“ geschöpft. Merkmal für Büttenpapier ist, dass der Rand dünner und faserig ist. Heute wird Büttenpapier auch industriell hergestellt. Häufig wird der Rand durch schneiden oder quetschen faserig gemacht.

Chromo-Papier/-Karton

Chromo-Papier/-Karton ist Papier/Karton, das meist einseitig gestrichen ist, die Streichmasse ist aber anders zusammengesetzt als z.B. bei Kunstdruckpapieren. Chromo-Papiere sind meistens glänzend.

CMYK

Abkürzung für die vier Druckfarben Cyan, Magenta, Gelb (Yellow) und Schwarz. Aus CMY lassen sich alle gewünschten Farben im subtraktiven Farbsystem erstellen.

Desktop Publishing DTP

Mit DTP-Programmen können auf normalen Personal Computern aus selbstgestalteten Text- und Grafikunterlagen Druckvorlagen (Werbebroschüren, Gebrauchsanweisungen, Bedienungsanleitungen, Handzettel, Dokumentationen sowie auch Zeitungen und Zeitschriften) erstellt werden

Digitaldruck

Im Gegensatz zu den klassischen Druckverfahren benötigt der Digitaldruck keine zeitaufwendige (und kostenintensive) Einricht-, bzw. Vorlaufzeit (Rüstzeit). Es kann ohne die Druckplatte gedruckt werden – digitale Daten vorausgesetzt. Die tonerbasierenden Digitaldruckverfahren haben sich durchgesetzt.

Digitaler Farbproof

Ein Farbproof, der direkt aus dem digitalen Datenbestand erzeugt wird. Hierbei kann die Farbgebung des späteren Druckerzeugnisses vorab kontrolliert werden.

Dokumentenpapier

Dokumentenpapier ist Papier hoher Qualität, das ein echtes Wasserzeichen trägt.

Druckvorstufe

Unter dem Begriff Druckvorstufe fasst man die Gesamtheit der Arbeitsgänge zusammen, die von dem zu druckenden Ausgangsmaterial – Texte, Bilder – bis zur fertigen Druckvorlage erforderlich sind. Dazu gehören Seitenlayout, Satzherstellung und Bildverarbeitung, gegebenenfalls auch Seiten- und Bogenmontage sowie die Belichtung von Druckplatten.

Fadenzähler

Beim Fadenzähler handelt es sich um eine zusammenklappbare dreiteilige Lupe. Er hat einen feststehenden Abstand zwischen Lupe und dem Fuß mit quadratischem Sichtfeld. Das Messgerät dient zur Beurteilung der Rasterpunkte, des Passers etc.

Falzen

Falzen bedeutet ein „knicken“ des Bedruckstoffes. Falz wird auch „Bruch“ genannt. Die einfachste Falzung ist die Ein-Bruch-Falzung, bei ihr wird das Blatt einmal meist in der Mitte „geknickt“ so dass 4 Seiten entstehen. (s.a. Falzarten) Um eine saubere Falz, d.h. dass das Papier nicht aufreißt, zu erhalten ist es sinnvoll, schwerere oder gestrichene Papiere ab 100 g/qm vor dem Falzen zu nuten. Gängige Falzarten: Einbruchfalz, Fensterfalz, geschlossener Fensterfalz, Wickelfalz, Zickzackfalz, Zwei-Parallelfalz.

Farbprofil

Alle Geräte, die Farbe verarbeiten, verfälschen diese auch in gewissem Maß. Jeder Scanner, Bildschirm oder Drucker hat seine eigene Farbcharakteristik. Es kommen individuelle Abweichungen von Gerät zu Gerät hinzu, die sich im Lauf der Zeit weiter ändern. Farbprofile dienen dazu, die Farbeigenschaften eines Geräts zu beschreiben. Entweder liefert der Hersteller ein solches Profil – oder der Anwender generiert mit Hilfe entsprechender Software individuelle Profile für seine Geräte. Aufgrund dieser Farbprofile kann das Farbmanagement-System die einzelnen Komponenten aufeinander abstimmen.

Font

Font ist der englische Begriff für Schriftform. Ein Schrifttyp besitzt in der Regel mehrere Schriftformen in verschiedenen Strichstärken und Varianten.

FSC

(„Forest Stewardship Council®“) ist ein internationales Zertifizierungssystem für Waldwirtschaft, das Standards zum Schutz des Waldes festlegt. Das Siegel erhalten nur Holz- und Papierprodukte, welche aus verantwortungsvoll bewirtschafteten Wäldern stammen.

FTP

File Transfer Protocol, das Internet Protokoll für die Datenübertragung. Mit FTP werden Dateien im Internet vom Server zum Client (Download) oder vom Client zum Server (Upload) übertragen.

Gestrichene Papiere/Karton

Gestrichene Papiere/Karton haben eine geschlossenere Oberfläche als ungestrichene Papiere, der Strich besteht aus Pigmenten und Bindemittel. Der Strich verändert das Papier dahingehend, dass es glänzender, matter oder besser bedruckbar wird.

Goldener Schnitt

Der Goldene Schnitt ist eine als besonders harmonisch geltende Proportion zwischen zwei Strecken, für die gilt: Die kürzere Strecke verhält sich zu der längeren wie die längere zu der Summe der zwei Strecken. Dies ergibt ein Längenverhältnis von 1 : 0,618…, angenähert 5 zu 8 oder 13 zu 21. Der Goldene Schnitt wird zur Flächen- und Raumaufteilung in der Kunst und der Typografie verwendet. Häufig nutzt man ihn auch bei der Stellung des Satzspiegels, um das Verhältnis der weißen Ränder zueinander zu bestimmen.

Grammatur

Die Grammatur eines Papiers ist sein Gewicht pro Flächeneinheit, auch Flächengewicht genannt und in Gramm pro Quadratmeter gemessen.

Hardproof

Unter dem Begriff Hardproof fasst man im Gegensatz zum Softproof die Verfahren zur Simulation beziehungsweise Kontrolle eines Druckergebnisses zusammen, die ein materielles Ergebnis – meist einen Papierausdruck – liefern.

Hausfarbe

Mit Hausfarbe bezeichnet man einen (etwa als HKS- oder Pantone-Farbe) definierten Farbton, den ein Unternehmen zu seinem äußeren Erscheinungsbild („Corporate Design“) zählt.

Holzfreie Papiere

Holzfreie Papiere sind Papiere, die nur aus Zellstoff (Zellulose) bestehen. Diese haben eine höhere Qualität als holzhaltige Papiere. Beispiele für holzfreie Papiere: Kunstdruck Papier, Zeichenpapier usw.

ICC / ICC-Profil

Abkürzung für „International Color Committee“. Wichtige Hersteller von PrePress-Produkten arbeiten in diesem Komitee unter der Federführung der Fogra (Forschungsgemeinschaft für grafische Technik) zusammen, um die Handhabung von Farbbildern und Farbprofilen so zu standardisieren, dass sich Farbmanagement in Zukunft unabhängig von Plattformen und Applikationen realisieren läßt.

ISO

Abkürzung für International Standardisation Organisation (Internationale Standardisierungsorganisation). Der weltweit operierenden Normungsgesellschaft mit Sitz in Genf gehören zahlreiche Staaten an. Deutschland ist durch das Deutsche Institut für Normung (DIN) vertreten.

Kunstdruckpapiere

Kunstdruckpapiere sind gestrichene Papiere, die durch Beschichtungen eine speziell ebene und geschlossene Oberfläche erhalten.

LZW

Abkürzung für Lempel Ziv Welch. 1977 von Lempel und Ziv entwickelter und 1984 von Welch erstmals verfügbar gemachter Kompressionsalgorithmus. LZW nutzt die Tatsache, dass sich Redundanzen überwiegend durch sich wiederholende Zeichenketten ergeben. Es eignet sich besonders gut für die Kompression von Bilddaten mit großen, einfarbigen Flächen (z.B. Bildschirmfotos) oder einfache Grafiken.

Mediamix

Als Mediamix bezeichnet man den Einsatz verschiedener Medien, wie Fernsehen, Funk, Internet, Zeitung oder Fachzeitschriften, für Marketing- und Werbezwecke. Mit dem „richtigen Mix“ soll die ins Auge gefasste Zielgruppe optimal angesprochen werden.

Nutzen

Darunter versteht man die Anzahl kleinerer Formate, welche man aus einem Großbogen herausschneiden kann, z. B. aus einem Bogenformat von 61 x 86 cm, ergeben sich 8 Nutzen DIN A4.

Oblique

Mit oblique (engl. „schräg“) bezeichnet man Schriften, die nach vorn geneigt dargestellt sind. Dies dient in der Regel als Ersatz für eine nicht vorhandene kursive Variante der betreffenden Schrifttype.

PANTONE

Ein Farbsystem, welches Farbmuster für Designer und entsprechende Druckfarben für den Druck zur Verfügung stellt, die für die Definition und die Ausgabe bestimmter Farben verwendet werden.

Pixel

Künstliche Wortschöpfungen aus den englischen Wörtern „picture element“, die jene kleinen Bildpunkte bezeichnet, aus denen ein Bild sich auf einem Bildschirm oder einer Druckausgabe zusammensetzt. Sämtliche digital dargestellten Formen bestehen aus Pixeln. Es handelt sich um einen relativen Begriff, da Pixel keine festgeschriebene Größe haben. So können die gleichen Pixel auf dem Monitor größer sein als auf dem Druck. Ein Standard in Bezug auf Pixelgröße ist allerdings z.B. die Bezeichnung 400 dpi (Dots= Pixel per Inch).

Passer / Passmarken

Im Mehrfarbendruck die Markierung (meist in Form eines Kreuzes mit einem Kreis) auf Filmen, die es ermöglichen, die einzelnen Filme mit großer Genauigkeit auf Druckplatten zu montieren. Die Passmarken müssen exakt übereinander liegen, da es sonst zu Montagefeldern kommt, die sich in Form von Farbverschiebungen (Blitzer) bemerkbar machen.

Randwelligkeit

Wenn man Papier- oder Kartonstapel in einem Raum lagert, dessen Luftfeuchtigkeit höher ist als die des Materials, dann entsteht Randwelligkeit des Papiers beziehungsweise Kartons. Das Material nimmt zum Rand hin Feuchtigkeit auf und dehnt sich aus, während es im Inneren unverändert bleibt. Den entgegengesetzten Effekt nennt man Tellern. Er tritt auf, wenn die Luftfeuchtigkeit geringer ist als die des Materials.

Serife

Eine Serife ist ein kleiner Endstrich am Ende der Striche von Buchstaben.

Softproof

Im Gegensatz zu einem Hardproof dient ein Softproof zur Simulation eines Druckergebnisses ohne materielle Hilfsmittel, das heißt als Bild auf einem Computer-Bildschirm. Ein aussagekräftiges Softproof setzt die sichere Beherrschung des Prozesses der elektronischen Bildverarbeitung durch Color-Management vom Eingabegerät bis zur Druckmaschine sowie definierte Lichtverhältnisse am Aufstellungsort des Bildschirms voraus. Unter solchen Umständen verspricht das Verfahren Rationalisierungspotenziale im Prozessablauf der Druckvorstufe.

TIFF

Tagged Image File Formate. Ein Standardformat für Grafikdateien, mit dem Graustufen- und Farbbilder sowie schwarzweiße Strichzeichnungen dargestellt werden können.

Unicode

Unicode ist eine Codierung von Schriftzeichen zur elektronischen Verarbeitung, die 16-stellige Binärzahlen (16-Bit-Zahlen) verwendet. Anders als ASCII und andere Codierungen, die mit 8-Bit-Zahlen arbeiten, kann man mit Unicode 65.536 verschiedene Zeichen darstellen. Damit sind sämtliche Zeichen aller weltweit gängigen Schriften abgedeckt. Die Verwendung von Unicode ist heute bereits weit verbreitet.

Weiterverarbeitung

Unter Weiterverarbeitung fasst man im Druckwesen die Arbeitsgänge zusammen, die nach dem eigentlichen Druckvorgang zu dem fertigen Druckerzeugnis führen.